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IAEA: Keine unmittelbare Bedrohung für Atomkraftwerk

IAEA: Keine unmittelbare Bedrohung für Atomkraftwerk

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Explosion am Kachowka-Staudamm: IAEA gibt vorerst Entwarnung für Atomkraftwerk

Am Kachowka-Staudamm nahe Cherson hat es eine Explosion gegeben, die zu schweren Beschädigungen am Staudamm und einem angrenzenden Wasserkraftwerk führte. Die Kriegsparteien aus Kiew und Moskau werfen sich gegenseitig die Verantwortung für den Vorfall zu und sprechen von einem Kriegsverbrechen. Hierbei bestehe vorerst keine unmittelbare Gefahr für das Atomkraftwerk Saporischschja, so die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) und auch die ukrainische Atomenergiebehörde Energoatom. Experten der IAEA beobachten die Situation jedoch weiterhin.

Keine unmittelbare Gefahr für das Atomkraftwerk

Nach Einschätzung der IAEA und Energoatom bestehe vorerst keine unmittelbare Gefahr für das Atomkraftwerk Saporischschja. Allerdings gibt IAEA-Chef Rafael Grossi zu bedenken, dass es in ein paar Tagen zu einem kritischen Wasserpegel kommen könnte. Das Wasser aus dem Kachowka-Stausee ist notwendig, damit die Anlage Strom für die Turbinenkondensatoren und Sicherheitssysteme des Kernkraftwerks erhält. Ein niedriger Pegelstand könnte dazu führen, dass das Wasser nicht mehr zum Kraftwerk gepumpt werden könne. Falls der Pegelstand unter 12,7 Meter fällt, könnte das Wasser nicht mehr in die Kühlkreisläufe des Kraftwerks eingespeist werden.

Planung der Prüfung von Alternativen

Die IAEA plant, zu prüfen, ob ein großer Kühlteich in der Nähe des Kraftwerks geeignet wäre, Wasser zur Kühlung zu liefern. Eine intakte Wasserquelle ist von entscheidender Bedeutung für den Kühlprozess. Energoatom gibt an, dass das Kühlbecken der Anlage im Moment voll ist und der Wasserstand ausreicht. Die Experten der IAEA würden jedoch weiterhin die Lage beobachten.

Dringlichkeitssitzung zur Gewährleistung von Sicherheit

Der ukrainische Präsident Selenskyj hat wegen des Kachowka-Staudamm-Vorfalls eine Dringlichkeitssitzung des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates der Ukraine einberufen. Sein Berater, Andrij Jermak, bezeichnete die Zerstörung des Staudamms als “Ökozid” und machte dafür Russland verantwortlich. Die ukrainische Regierung arbeitet daran, die Sicherheit der Anwohner zu gewährleisten. Evakuierungen werden in Erwägung gezogen, falls der Wasserspiegel des Dnipro-Flusses steigt.

Weiterer Verlauf

Obwohl die IAEA vorerst Entwarnung gibt, bleibt die Situation am Kachowka-Staudamm prekär. Die Folgen der Beschädigung werden weiterhin festgestellt, wobei die Beschädigung des angrenzenden Wasserkraftwerks sowie der Staudamm selbst gravierende Probleme schaffen. Die aktuellen Spannungen zwischen Kiew und Moskau erschweren die Situation zusätzlich. Die Prüfung von Alternativen für die Kühlung des Atomkraftwerks muss weiterhin vorangetrieben werden.

Quelle:

Lachlan Ross >>

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Hans Schmidt

Hallo, ich bin Hans Schmidt. Seit über zehn Jahren arbeite ich als Journalist bei einem der führenden deutschen Nachrichtensender. Meine Spezialität ist politischer Journalismus - besonders internationaler Politik und nationaler Politik. Ich strebe immer danach, den Zuschauern die genauesten und aktuellsten Informationen zu liefern.

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