Remis im kleinen Ruhrpott-Derby: Bochum ärgert Dortmund erneut
Ein ärgerliches Unentschieden für den BVB
Wie auch schon im Meisterschaftsfinale der Vorsaison hat der VfL Bochum erneut gezeigt, dass sie Borussia Dortmund ärgern können. Beim 1:1 im kleinen Ruhrpott-Derby der Fußball-Bundesliga verschlief Dortmund die erste Hälfte und ließ Punkte liegen. Der Torwart des BVB, Gregor Kobel, gab nach dem Spiel offen zu, dass er mit der Leistung der Mannschaft unzufrieden ist. Als Borussia Dortmund haben sie gewisse Ansprüche an sich selbst und gehen mit höheren Erwartungen in die Spiele. Die Bochumer waren extrem aggressiv in den Zweikämpfen und haben dem BVB das Leben schwer gemacht.
Ein Punkt als Geschenk zum 55. Geburtstag des Trainers
Der Trainer des VfL Bochum, Thomas Letsch, empfand den Punktgewinn zum 55. Geburtstag als passendes Geschenk. Er meinte sogar, dass noch mehr drin gewesen wäre, aber am Ende sollten sie demütig bleiben. Bochum präsentierte sich als leidenschaftliche Mannschaft und das ist ihr Erfolgsrezept in dieser Saison. Sie haben dem BVB das Leben schwer gemacht und verdientermaßen einen Punkt geholt.
Dortmund spielte pomadig und ideenlos
Trotz einer optischen Überlegenheit mit rund 60 Prozent Ballbesitz und der Mehrzahl an gewonnenen Zweikämpfen, war der Auftritt des BVB behäbig und ideenlos. Sie spielten pomadig und ließen defensiv einige Aussetzer zu. Offensiv fehlte es ihnen komplett an Kreativität. Trainer Edin Terzic entschied sich für ein Mittelfeld mit Emre Can, Felix Nmecha und Marcel Sabitzer und verzichtete damit auf einen zentralen Kreativspieler wie Marco Reus. Dadurch fehlte es den Angreifern an Unterstützung.
Lange Bälle, Konter und Kopfbälle vom VfL Bochum
Bochum setzte auf lange Bälle, Konter und die Kopfballstärke von Philipp Hofmann – und dies bereitete den Dortmundern große Probleme. Nach einem langen Schlag von Torhüter Manuel Riemann auf die linke Außenbahn, ließ Maximilian Wittek den Ball in den Lauf von Stöger prallen und dieser versenkte ihn im langen Eck. BVB-Keeper Kobel sah in dieser Szene nicht gut aus. In der 32. Minute hätte Hofmann sogar das 2:0 erzielen können, aber er köpfte den Ball an die Lattenoberkante.
BVB-Spieler zeigen Frustration
Auffällig war die Passivität der BVB-Spieler in diesen Szenen. Die Unzufriedenheit über ihre eigene Vorstellung spiegelte sich auch im Verhalten der Profis untereinander wider. In der 41. Minute gab es eine Auseinandersetzung zwischen Ramy Bensebaini und Felix Nmecha, weil Nmecha einen Pass verzögerte und damit Bochum Zeit gab, sich zu sortieren. Kurz vor dem Seitenwechsel gestikulierte Marcel Sabitzer genervt in Richtung Julian Brandt, nachdem dieser den Ball zu eigensinnig verlor.
Ein glücklicher Ausgleich für den BVB
Erst nach zehn Minuten im zweiten Durchgang erzielte Donyell Malen den Ausgleichstreffer für Dortmund. Bochum schien beeindruckt von dem Ausgleich und spielte zu passiv. Sie fanden kaum noch Entlastung und Dortmund hatte sogar die Möglichkeit zur Führung, doch Nmecha scheiterte am Außenpfosten. In der 68. Minute rettete Keeper Kobel mit einer grandiosen Parade den BVB vor einem erneuten Rückstand. Bochum traf in der 86. Minute sogar zweimal Aluminium, aber am Ende konnte Dortmund mit dem einen Punkt fast noch zufrieden sein.
Dortmund muss sich steigern
Die Dortmunder Trainer und Spieler waren nach dem Spiel selbstkritisch. Edin Terzic meinte, sie hätten einige Dinge nicht gut gemacht und nach einem ordentlichen Start sei es schwierig geworden. Wenn sie in den Zweikämpfen immer den Kürzeren ziehen, wird es ein offenes Spiel. Am Ende war es zu wenig, um als Sieger vom Platz zu gehen.
Ausblick auf kommende Spiele
Am nächsten Spieltag empfängt Borussia Dortmund den Aufsteiger Heidenheim, während der VfL Bochum in Augsburg antreten muss. Dortmund wird sich steigern müssen, um gegen Heidenheim zu gewinnen und wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren. Bochum hingegen wird versuchen, in Augsburg weitere Punkte zu sammeln und ihre gute Form fortzusetzen.
<< photo by Mizuno K >>
Das Bild dient nur zur Veranschaulichung und stellt nicht die tatsächliche Situation dar.
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