Argentinien auf dem Weg zur Stichwahl um die Präsidentschaft
Sergio Massa und Javier Milei im Rennen um die Präsidentschaft
Bei den gestrigen Präsidentschaftswahlen in Argentinien hat Sergio Massa vom progressiven Bündnis Unión por la Patria den höchsten Anteil der Stimmen eingefahren. Mit rund 36 Prozent liegt der peronistische Kandidat und amtierende Wirtschaftsminister an erster Stelle. Auf dem zweiten Platz landet der ultraliberale Kandidat Javier Milei (La Libertad Avanza) mit knapp 30 Prozent. Patricia Bullrich von der rechten Koalition Juntos por el Cambio liegt mit etwa 24 Prozent deutlich dahinter. Die Kandidaten Juan Schiaretti von der rechten peronistischen Abspaltung Hacemos por Nuestro País und Myriam Bregman von der linken Frente de Izquierda erreichen sieben beziehungsweise knapp unter drei Prozent.
Stichwahl zwischen Massa und Milei
Um die Präsidentschaft zu gewinnen, hätte ein Kandidat entweder mehr als 45 Prozent der gültigen Stimmen oder mindestens 40 Prozent und einen Vorsprung von zehn Prozentpunkten zum nächsten Kandidaten benötigt. Da keiner der Kandidaten diese Voraussetzungen erfüllt hat, wird es am 19. November zu einer Stichwahl zwischen Sergio Massa und Javier Milei kommen. Das endgültige Ergebnis der Wahlen wird für den kommenden Dienstag erwartet.
Die überraschenden Ergebnisse im Vergleich zu den Vorwahlen
Das Wahlergebnis entspricht einigen letzten Umfragen, weicht jedoch deutlich von den Ergebnissen der Vorwahlen im August ab. Damals erhielt Javier Milei den höchsten Stimmenanteil, gefolgt von der rechten Koalition Juntos por el Cambio. Sergio Massa erreichte damals lediglich den dritten Platz. Die Vorwahlen haben also eine deutlich veränderte politische Landschaft aufgezeigt.
Gründe für die Veränderungen
Es gibt mehrere Gründe für diese Veränderungen. Zum einen haben Milei und seine Mitstreiter im Wahlkampf einige Fehler gemacht, die ihnen vermutlich Stimmen gekostet haben. Zudem hat das peronistische Lager große Anstrengungen unternommen, um die Wähler zu mobilisieren, die bei den Vorwahlen nicht teilgenommen haben. Dieser Einsatz hat sich offenbar ausgezahlt, da die Wahlbeteiligung im Vergleich zu den Vorwahlen gestiegen ist. Dennoch bleibt festzuhalten, dass dies die niedrigste Wahlbeteiligung bei einer Präsidentschaftswahl seit der Rückkehr zur Demokratie vor 40 Jahren ist.
Ausblick auf die kommende Stichwahl
Massas Aufruf zur nationalen Einheit
Nach Bekanntwerden der Wahlergebnisse hat Sergio Massa erklärt, er werde zu einer “Regierung der nationalen Einheit mit den Besten und unabhängig von ihrer politischen Partei” aufrufen. Er betonte die Notwendigkeit, ein Land aufzubauen, das alle einbezieht, anstatt eines Landes des “Rette sich wer kann”. Mit dieser Aussage versucht er offensichtlich, eine breite Unterstützung über die Parteigrenzen hinweg zu erreichen.
Mileis Kampf gegen den kirchneristischen Totalitarismus
Javier Milei rief in seiner Rede am Sonntagabend “alle guten Argentinier” zum gemeinsamen “Kampf gegen den kirchneristischen Totalitarismus” auf. Damit spielt er auf die Politik der peronistischen Bewegung unter den Präsidentschaften von Néstor Kirchner und Cristina Fernández de Kirchner an. Er möchte den sogenannten Kirchnerismus beenden und eine politische Wende in Argentinien herbeiführen.
Spannende Entscheidung für die argentinischen Wähler: Einigkeit oder Wandel?
Die kommende Stichwahl zwischen Sergio Massa und Javier Milei wird eine spannende Entscheidung für die argentinischen Wähler sein. Auf der einen Seite steht Massa für eine Regierung der nationalen Einheit, die alle Teile der Gesellschaft einbezieht. Auf der anderen Seite verspricht Milei einen Kampf gegen den als kirchneristischen Totalitarismus bezeichneten politischen Kurs der letzten Jahre.
Eine Richtungsentscheidung für Argentinien
Die Wahl am 19. November wird somit zu einer richtungsweisenden Entscheidung für Argentinien. Die Wähler haben die Wahl zwischen Kontinuität und Einheit oder einem radikalen politischen Wandel. Es bleibt abzuwarten, für welche Richtung sich die Argentinierinnen und Argentinier entscheiden werden. Die endgültigen Ergebnisse der Präsidentschaftswahlen und weitere Informationen zur politischen Zukunft des Landes werden in den kommenden Tagen bekannt gegeben. Es bleibt spannend, wie sich die politische Landschaft Argentiniens verändern wird.
<< photo by LT Chan >>
Das Bild dient nur zur Veranschaulichung und stellt nicht die tatsächliche Situation dar.
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