Digitale Identität: OpenAI–Gründer Altman startet Krypto-Projekt Worldcoin
Einleitung
Als Chef der Chatbot-Entwicklerfirma OpenAI weiß Sam Altman nur zu gut über die Risiken künstlicher Intelligenz (KI) Bescheid. Eine der größten Gefahren möchte er nun mithilfe seines neuen Projekts Worldcoin beseitigen. Worldcoin hat das Ziel, Menschen von KI zu unterscheiden und somit ein Problem zu lösen, das durch die Entwicklung von OpenAIs Chatbot ChatGPT entstanden ist. Das Hauptangebot von Worldcoin besteht aus einer digitalen Identität (ID), die nur Menschen erhalten können und keine per KI generierten Chatbots. Diese ID soll unter anderem dazu dienen, zwischen KI-Bots und echten Menschen im Internet zu unterscheiden. Um eine World ID zu erhalten, muss ein Kunde sich für einen persönlichen Irisscan mit der Worldcoin “Kugel” anmelden, einem silbernen Ball in der Größe einer Bowlingkugel.
Hintergrund
Worldcoin wurde von der Gesellschaft Tools for Humanity mit Sitz in San Francisco und Berlin ins Leben gerufen, die von Altman und Alex Blania gegründet wurde. Bereits in der Beta-Phase hatten sich zwei Millionen Nutzerinnen und Nutzer für das Projekt angemeldet. Mit dem offiziellen Start des Projekts wird Worldcoin den Betrieb in 35 Städten in 20 Ländern ausweiten. In Deutschland können Interessierte beispielsweise in Berlin und München ihre Augen scannen lassen.
Der Kryptowährungs-Token WLD von Worldcoin wird seit dem Start des Projekts offiziell gehandelt. Der Token startete mit einem Wert von 1,92 Dollar, stieg kurz danach auf 3,31 Dollar an, verlor jedoch später einen Großteil dieser Gewinne und kostete letztendlich 2,21 Dollar.
Philosophische Diskussion: KI-generierte Inhalte als Gefahr für die Demokratie
Im Zeitalter von KI-Chatbots wird eine digitale Identität immer wichtiger. Kritiker sehen in der drohenden Flut von künstlich erstellten Bildern, Videos und Texten eine Gefahr für die Demokratie. Viele KI-Experten fordern daher eine rasche und strenge Regulierung generativer KI, da die Risiken, insbesondere durch Desinformationskampagnen, nicht kalkulierbar seien. Vertreter von sieben führenden US-Techkonzernen, darunter Microsoft und Meta, hatten sich erst kürzlich mit US-Präsident Joe Biden auf freiwillige Regeln geeinigt.
Auf der anderen Seite warnen Datenschützer regelmäßig davor, biometrische Daten wie Fingerabdrücke oder Irisscans erfassen zu lassen und bei nicht-staatlichen Institutionen zu hinterlegen. Zudem steht der Krypto-Markt seit dem Zusammenbruch der Kryptowährungsbörse FTX im November unter erheblichem Druck.
Bedingungsloses Grundeinkommen via Worldcoin
Langfristig sieht Altman in Worldcoin auch die Möglichkeit, ein bedingungsloses Grundeinkommen (Universal Basic Income, UBI) zu verteilen. Da KI “immer mehr Arbeit übernehmen wird, die heute von Menschen erledigt wird”, könnte UBI dabei helfen, die Einkommensungleichheit zu bekämpfen, so Altman. Die World ID könnte hierbei die Aufgabe übernehmen, Betrug zu verhindern, da nur echte Menschen eine solche ID besitzen.
Allerdings ist eine Welt mit einem universellen Grundeinkommen nach Aussage von Altman noch “sehr weit in der Zukunft”. Er hat auch keine klare Vorstellung davon, welche Instanz zukünftig solche Geldleistungen verteilen könnte. Worldcoin legt jedoch den Grundstein dafür, dass solche Programme Realität werden könnten. Altman ist der Ansicht, dass man anfangen muss, mit experimentellen Dingen zu arbeiten, um herauszufinden, was zu tun ist.
Editorial
Die Einführung von Worldcoin und der digitalen Identität durch den OpenAI–Gründer Sam Altman ist ein bedeutender Schritt im Zeitalter der künstlichen Intelligenz. Die Unterscheidung zwischen Menschen und KI-Bots im Internet ist eine dringend notwendige Maßnahme, um die Verbreitung von Desinformation und Betrug einzudämmen.
Dennoch gibt es auch Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes und der Verwendung biometrischer Daten. Es ist wichtig, dass die Technologie im Rahmen der geltenden Datenschutzgesetze verwendet wird und dass die Sicherheit der persönlichen Daten gewährleistet ist.
Die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens, das über Worldcoin verteilt werden könnte, ist ein interessanter Ansatz zur Bekämpfung der Einkommensungleichheit. Allerdings müssen weitere Diskussionen darüber geführt werden, wie solche Programme umgesetzt werden können, um gerecht und nachhaltig zu sein.
Es ist ermutigend zu sehen, dass Innovationsprojekte wie Worldcoin Experimente vorantreiben, um neue Lösungen für komplexe Probleme zu finden. Es sollte jedoch auch darauf geachtet werden, dass diese Projekte verantwortungsvoll und im Einklang mit ethischen Prinzipien umgesetzt werden.
Fazit
Worldcoin, das Krypto-Projekt von OpenAI–Gründer Sam Altman, zielt darauf ab, eine digitale Identität zu schaffen, um Menschen von künstlicher Intelligenz zu unterscheiden. Dies ist ein wichtiger Schritt, um die Verbreitung von Desinformation und Betrug einzudämmen. Dennoch müssen Datenschutz und Sicherheit der persönlichen Daten gewährleistet werden.
Zusätzlich sieht Altman in Worldcoin die Möglichkeit, ein bedingungsloses Grundeinkommen einzuführen, um die Einkommensungleichheit zu bekämpfen. Dies ist jedoch noch ein weit entferntes Ziel, das weitere Diskussionen erfordert.
Insgesamt ist Worldcoin ein vielversprechendes Projekt, das experimentelle Lösungen für aktuelle Herausforderungen bietet. Es ist ein Schritt in Richtung einer gerechteren und sichereren digitalen Welt, jedoch müssen ethische Bedenken und Datenschutzfragen dabei stets berücksichtigt werden.
<< photo by Sara >>
Das Bild dient nur zur Veranschaulichung und stellt nicht die tatsächliche Situation dar.
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