Faeser wehrt sich: Union wirft “mit Dreck“
Einleitung
Die Bundesinnenministerin Nancy Faeser sah sich in den letzten Tagen schweren Vorwürfen stellen. Die Union unterstellte ihr, den Inlandsgeheimdienst instrumentalisiert zu haben, um den Präsidenten des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), Arne Schönbohm, zu entlassen. Diese Vorwürfe weist Faeser vehement zurück und wirft der Union Wahlkampfgetöse vor.
Hintergrund
Die Entlassung von Arne Schönbohm als BSI-Chef sorgte für erheblichen Wirbel im Vorfeld der Landtagswahl in Hessen, bei der Faeser als Spitzenkandidatin ihrer Partei antritt. Der Vorwurf des Amtsmissbrauchs steht im Raum, da Faeser nach einem Bericht des ZDF-Magazins “ZDF Magazin Royale” über eine Nähe Schönbohms zu einem umstrittenen Cybersicherheits-Verein seine Entlassung veranlasste. Dieser Verein soll Verbindungen zum russischen Geheimdienst haben.
Faesers Verteidigung
Faeser weist die Vorwürfe entschieden zurück und betont, dass es bei der Neubesetzung der Position des BSI-Chefs um eine “internationale hervorragende IT-Sicherheitsexpertin” ging. Schönbohm habe selbst ein Disziplinarverfahren beantragt und sei von dieser Expertin ersetzt worden. Das Ministerium habe lediglich eine Anfrage an den Verfassungsschutz gestellt, es seien jedoch keine nachrichtendienstlichen Maßnahmen gegen Schönbohm eingesetzt worden.
Union droht mit Untersuchungsausschuss
Die Oppositionsparteien haben bereits eine Sondersitzung des Innenausschusses beantragt, um Faeser zu der Angelegenheit zu befragen. Die Union droht mit einem Untersuchungsausschuss, sollte Faeser nicht selbst eine Sondersitzung beantragen. Einige CDU-Abgeordnete fordern außerdem eine Entschuldigung von Faeser bei Schönbohm für das “Reinfallen” auf einen Satiriker.
Reaktionen anderer Parteien
Die Grünen werfen der Union vor, über das BSI bereits mehrfach im Innenausschuss gesprochen zu haben und überziehen daher im Ton. Die SPD betont, dass die Vorwürfe gegen Faeser bereits in der Vergangenheit geklärt und diskutiert wurden. Die Union spiele demnach eine unerwünschte Rolle, indem sie demokratische Parteien schlechtredet.
Auswirkungen und Schlussfolgerungen
Die Diskussion um die Entlassung von Arne Schönbohm und die Vorwürfe gegen Nancy Faeser werfen einen Schatten auf den Wahlkampf in Hessen. Die Glaubwürdigkeit und die politische Zukunft der Bundesinnenministerin stehen auf dem Spiel. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation entwickeln wird und ob es zu einem Untersuchungsausschuss kommen wird. Als Spitzenkandidatin muss Nancy Faeser ihre Position gegenüber den Wählern erklären und ihnen vermitteln, dass sie weiterhin ihre Arbeit als Ministerin gewissenhaft und unabhängig von Wahlkampfinteressen ausübt. Die kommenden Wochen bis zur Landtagswahl werden entscheidend sein für ihren politischen Erfolg.
<< photo by Red Zeppelin >>
Das Bild dient nur zur Veranschaulichung und stellt nicht die tatsächliche Situation dar.
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