Frauke-Petry-Tweet gefälscht? RTL setzt Zusammenarbeit mit “Explosiv”-Moderator Maurice Gajda aus
Der Vorfall
Am 16. August 2023 hat der Kölner Fernsehsender RTL die Entscheidung getroffen, die Zusammenarbeit mit dem Moderator Maurice Gajda vorerst auszusetzen. Der Grund dafür sind Vorwürfe im Zusammenhang mit einem Beitrag in der Sendung “Explosiv”. In diesem Beitrag zitierte Gajda einen rassistischen Tweet, der angeblich von der ehemaligen AfD-Chefin Frauke Petry stammen soll. Allerdings gibt es keine Belege für die Existenz dieses Tweets.
Der Tweet soll sich auf die Teilnahme des vietnamesisch-deutschen Popsängers Trong Hieu Nguyen am deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest beziehen und lautet: “Ich glaube kein normaler Deutscher will einen rosa gefärbten Asiaten beim ESC sehen.” Frauke Petry bestreitet jedoch, jemals einen solchen Tweet verfasst zu haben. Sie wirft RTL vor, einen rassistischen Tweet erfunden und grafisch umgesetzt zu haben.
Die Reaktion von RTL
Am Dienstag, den 16. August, entschuldigte sich RTL öffentlich für die grafische Umsetzung des Tweets und erklärte, dass Gajda den Tweet im März gesehen und wortgetreu notiert habe. Es wurde jedoch eingeräumt, dass die Umsetzung nicht den journalistischen Richtlinien von RTL entspricht. Am Mittwoch, den 17. August, verkündete RTL dann die Entscheidung, die Zusammenarbeit mit Gajda vorerst auszusetzen.
Es wird bemängelt, dass Gajda den angeblichen Tweet nur wortgetreu notiert habe, anstatt beispielsweise einen Screenshot oder eine Archivversion des Tweets zu sichern. Laut RTL habe dies jedoch keine Auswirkungen auf ihren “engmaschigen und mehrstufigen Abnahmeprozess mit der Mindestanforderung eines Vieraugenprinzips” gehabt.
Die Kritik von Frauke Petry
Frauke Petry reagierte knapp auf die Entscheidung von RTL und schrieb auf dem Nachrichtenportal X (ehemals Twitter): “Das ging schnell”. Sie wirft dem Sender vor, politisch unbequeme Personen wie sie selbst spezifisch zu behandeln und Fake-Nachrichten zu verbreiten.
Editorial
Der Vorfall um den angeblich gefälschten Frauke-Petry-Tweet wirft erneut Fragen nach der journalistischen Integrität und Verantwortung auf. In einer Zeit, in der Falschinformationen und gefälschte Nachrichten weit verbreitet sind, ist es umso wichtiger, dass die Medien ihrer Verantwortung gerecht werden und sorgfältig recherchierte Informationen liefern.
In diesem Fall hat RTL zunächst den angeblichen Tweet wortgetreu zitiert, ohne Belege für seine Existenz zu haben. Dies zeigt, dass auch etablierte Medienunternehmen nicht immun sind gegenüber Fehlern und Unachtsamkeit. Es ist daher von großer Bedeutung, dass Medienhäuser ihre journalistischen Richtlinien und Prozesse überdenken und sicherstellen, dass sie den höchsten Standards entsprechen, um die Glaubwürdigkeit ihrer Berichterstattung zu gewährleisten.
Auswirkungen auf die Medienlandschaft
Der Fall unterstreicht, wie wichtig es ist, Nachrichtenquellen sorgfältig zu prüfen, insbesondere in Zeiten, in denen Falschinformationen verbreitet werden. Die Prüfung von Informationen und die Verifizierung von Quellen sollten zu den Grundprinzipien des Journalismus gehören.
Darüber hinaus zeigt dieser Vorfall die Macht der sozialen Medien und ihre Auswirkungen auf die traditionellen Medien. Der vermeintliche Tweet wurde zuerst auf Twitter verbreitet und dann von RTL aufgegriffen. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass Journalisten in der heutigen digitalen Ära kritisch und sorgfältig mit den Informationen umgehen, die sie aus sozialen Medien erhalten.
Der Umgang mit gefälschten Informationen
Es ist von großer Bedeutung, dass Journalisten und Medienkonsumenten gleichermaßen geschult sind im Umgang mit gefälschten Informationen. Medienkompetenz ist heute wichtiger denn je, um Falschinformationen zu erkennen und zu vermeiden.
Journalisten sollten sich ihrer Verantwortung bewusst sein, sorgfältig zu recherchieren und Informationen zu verifizieren, bevor sie sie veröffentlichen. Medienkonsumenten sollten kritisch sein und verschiedene Quellen überprüfen, bevor sie einer Nachricht Glauben schenken. Der Umgang mit gefälschten Informationen erfordert eine gemeinsame Anstrengung aller Beteiligten.
Schlussfolgerung
Der Vorfall um den angeblich gefälschten Frauke-Petry-Tweet ist ein weiteres Beispiel für die Herausforderungen, vor denen die Medien in der digitalen Ära stehen. Das Vertrauen in die Medien und die journalistische Integrität ist von größter Bedeutung. Medienhäuser müssen sicherstellen, dass ihre journalistischen Richtlinien und Prozesse den höchsten Standards entsprechen, um die Glaubwürdigkeit ihrer Berichterstattung zu gewährleisten. Und Medienkonsumenten müssen kritisch sein und ihre Medienkompetenz stärken, um gefälschte Informationen zu erkennen und zu vermeiden. Nur durch eine gemeinsame Anstrengung kann die Verbreitung von Falschinformationen eingedämmt werden.
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Das Bild dient nur zur Veranschaulichung und stellt nicht die tatsächliche Situation dar.
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