Deutsche Staatsangehörige Shani Louk nach Hamas–Überfall tot aufgefunden
Familie in Baden-Württemberg von Regierung enttäuscht
Nach wochenlanger Ungewissheit hat die Mutter von Shani Louk, einer deutschen Staatsangehörigen, die bittere Nachricht erhalten, dass ihre Tochter tot ist. Shani Louk wurde vermisst, seitdem ein Hamas-Terrorüberfall auf Israel stattgefunden hatte. Nun wurde der Leichnam der 22-Jährigen gefunden und identifiziert, wie das israelische Außenministerium mitteilte. Die Mutter glaubt, dass ihre Tochter bereits seit dem 7. Oktober tot ist, möglicherweise durch einen Schuss in den Kopf während des Überfalls.
Die Suche nach der Leiche
Obwohl die Leiche von Shani Louk noch nicht gefunden wurde, hat das Militär einen Splitter eines Schädelknochens entdeckt und eine DNA-Probe entnommen. Die Eltern hatten den Behörden bereits vor längerer Zeit Vergleichsmaterial zur Verfügung gestellt. Auch das Auswärtige Amt hat den Tod einer weiteren deutschen Staatsangehörigen bestätigt. Es geht davon aus, dass die Gesamtzahl der deutschen Opfer in einstelliger Höhe liegt.
Enttäuschung über das Handeln der Regierung
Die Familie Louk aus Baden-Württemberg äußerte in einem Brief ihre Trauer und dankte allen Menschen, die sie in den vergangenen Wochen unterstützt haben. Sie bedauerten jedoch das mangelnde Engagement der deutschen Regierung. Ihrer Ansicht nach haben Außenministerin, Botschafter und Kanzler die Familien nicht ausreichend unterstützt und sie nur für ihre egoistischen Medienauftritte benutzt. Die Familie hofft weiterhin, dass der sinnlose Krieg in Israel und andere Kriege bald enden.
Baerbocks Bemühungen um die Befreiung deutscher Geiseln
Bundesaußenministerin Annalena Baerbock, Mitglied der Grünen, versicherte in einem Interview, dass ihr Ministerium rund um die Uhr daran arbeite, die deutschen Geiseln, die von Hamas-Terroristen aus Israel entführt wurden, zu befreien. Sie stehe in ständigem Austausch mit Kollegen aus der Region und Vertretern vor Ort, die direkte Gesprächskanäle zur Hamas haben. Allerdings sei die Zusammenarbeit mit einer Terrororganisation wie der Hamas äußerst schwierig, da diese Geiseln als menschliche Schutzschilde benutzt.
Ausmaß der Opfer des Terroranschlags
Das israelische Militär hat bisher 239 Familien über den Tod ihrer Angehörigen informiert. Nach Angaben des Militärs gelten 40 Menschen weiterhin als vermisst. Die Identifizierung der Opfer gestaltet sich schwierig, da viele Leichen in einem schlimmen Zustand sind. Obwohl die Nachricht vom Tod schrecklich ist, sind die Familien zumindest erleichtert, Gewissheit zu haben. Ricarda Louk, die Mutter von Shani, sagte, dass es zumindest ein Trost sei, dass ihre Tochter nicht gelitten habe.
Tragischer Tod bei einem Musikfestival
Shani Louk wurde nach Aussage ihrer Familie während des Supernova-Festivals in der israelischen Negev-Wüste von der Hamas getötet. Bilder und Videos im Internet zeigten den Körper der jungen Frau auf einem Pick-up. Anfangs glaubte die Familie, dass Shani schwer verletzt, aber noch am Leben und im Gazastreifen gefangen war. Seit dem Überfall setzte sich die Familie für die Freilassung aller Geiseln ein. Mindestens 260 Menschen kamen bei dem Terroranschlag auf dem Festival ums Leben. Shani Louks Familie hatte seit Wochen auf Nachrichten über die Vermisste gewartet. Ihre Mutter stammt aus Ravensburg, wo auch die Großeltern der jungen Frau leben. Shani Louks Tante, Orly Louk aus Sulz am Neckar, hatte sich ebenfalls an die Öffentlichkeit gewandt.
<< photo by Maxim Hopman >>
Das Bild dient nur zur Veranschaulichung und stellt nicht die tatsächliche Situation dar.
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