“Du musst mit dem Heroin und Crack aufhören, bevor wir ein Kind bekommen” – Ein Interview mit Rockstar Pete Doherty
Ein neues Leben nach der Drogensucht
Rockstar Peter “Pete” Doherty, bekannt durch Bands wie “The Libertines” und “Babyshambles”, hat in einem Interview mit dem RND seine Zeit als Junkie, seine Kunst und sein Leben mit Baby reflektiert. Doherty gibt an, seit rund vier Jahren keine harten Drogen mehr zu nehmen und lebt nun mit seiner Frau und zwei Hunden in der Normandie. In diesem Jahr wurde er zum dritten Mal Vater, das erste Mal seit seiner “cleanen” Zeit. Gleichzeitig stellt er seine Kunstwerke im Düsseldorfer NRW-Forum aus.
Kunst als Ausdruck und Selbstreflexion
Auf die Frage, ob seine Kunst eine andere Seite von ihm zeigt als seine Musik, antwortet Doherty, dass er jedem etwas zeigen möchte und es davon abhängt, was die Menschen hineininterpretieren und mitnehmen. Obwohl er gerne Konzerte organisiert, hat er die Kunstwelt nie wirklich verstanden und lässt andere Leute seine Ausstellungen organisieren. Dennoch ist er stolz auf einige seiner Werke, da sie ähnliches einfangen wie seine Songs. Er ist sich sicher, dass es Menschen gibt, die auch in seiner Kunst etwas finden können, wenn sie schon etwas aus seiner Musik ziehen.
Doherty erklärt, dass er früher Bilder mit seinem eigenen Blut gemalt hat, dies jedoch aufgrund eines Zusammentreffens mit einem Priester aufgegeben hat. Der Priester erzählte ihm, dass die negative Energie zurückkehren würde, wenn er sein Blut in seine Kunst einfließen lassen würde. Obwohl er heute nicht mehr daran glaubt, hatte diese Begegnung einen starken Einfluss auf ihn.
Die Veränderung nach der Rehabilitation
Die Art und Weise, wie Doherty Kunst macht, hat sich nach seiner Rehabilitation weniger intensiv angefühlt. In der Zeit, als er süchtig nach Heroin, Crack und Ketamin war, fühlte er sich manisch und auf einer ewigen Suche. Doch nun ist er körperlich und geistig ausgeglichener. Dennoch bleibt sein Drang, sich auszudrücken, bestehen. Er betont, dass er immer noch auf der Suche nach Ausdruck ist, es jedoch weniger intensiv ist als zuvor.
Reflexion über vergangene Werke
Auf die Frage, wie Doherty heute auf die Kunstwerke blickt, die er während seiner Drogenzeit geschaffen hat, antwortet er, dass sie viel körperliche und geistige Degradierung zeigen, aber auch Humor, Traurigkeit und Melancholie. Rückblickend versetzen ihn diese Werke in eine emotionale Zeit.
Die Wahrnehmung von Kunst eines berühmten Rockstars
Doherty hat keine Sorgen, dass die Menschen seine Kunst nur wegen seiner Berühmtheit betrachten würden. Jedoch denkt er manchmal, dass das Interesse oberflächlich sein könnte. Er meint, dass ein unbekannter Junkie wahrscheinlich nicht dieselbe Aufmerksamkeit bekommen hätte. Die Zukunft seiner Kunst sieht er in den Händen des Managements, der Kritiker und Journalisten.
Kritiken und das Leben als Vater
Doherty gibt an, dass er insbesondere die französischen und deutschen Kritiker schätzt, da sie sich häufig auf die eigentliche Arbeit konzentrieren und in die Tiefe gehen. Er findet es selten, aber großartig, wenn Menschen etwas über seine Arbeit zu sagen haben. Dieses Jahr ist eine weitere Veränderung in seinem Leben eingetreten, denn er ist Vater einer Tochter geworden. Er betont, dass sein Leben mit Kind anstrengend ist und seine Frau klar gemacht hat, dass sie nur ein Kind mit ihm haben wollte, wenn er seine Drogenprobleme in den Griff bekommt.
Editorial – Der Weg aus der Drogenhölle
Der Weg aus der Drogensucht ist ein schwieriger und langwieriger Prozess. Doch Peter Doherty zeigt, dass es möglich ist, ein neues Leben zu beginnen und seine Leidenschaften neu zu entdecken. Seine Kunst ist nicht nur Ausdruck seiner vergangenen Erfahrungen, sondern auch eine Möglichkeit der Selbstreflexion.
Die Rehabilitation von Drogenabhängigen ist ein komplexes Thema, das individuelle Unterstützung sowie professionelle Hilfe erfordert. Es ist wichtig, dass Menschen in solchen Situationen auf eine starke Unterstützung durch Freunde, Familie und Partner zählen können. In Dohertys Fall spielte seine Frau eine entscheidende Rolle, indem sie klare Bedingungen für ihre gemeinsame Zukunft stellte.
Die Kunst kann ein wertvolles Mittel sein, um das innere Selbst auszudrücken und Traumata zu verarbeiten. Sie bietet die Möglichkeit der Transformation und kann den Weg zu einem neuen Leben ebnen. Dohertys Werke zeigen den Kampf und die Veränderungen, die er durchgemacht hat, und ermöglichen ihm gleichzeitig, sich mit seiner Vergangenheit auseinanderzusetzen.
Es ist wichtig, dass Menschen, die sich von einer Sucht erholen, Unterstützung finden und Zugang zu Rehabilitationseinrichtungen haben. Das Bewusstsein für die Bedeutung der Rehabilitation sollte in der Gesellschaft gestärkt und der Weg zur Genesung erleichtert werden.
Ratschläge für den Weg zur Rehabilitation
Für Menschen, die selbst mit Drogensucht kämpfen oder jemanden in ihrem Umfeld haben, der Hilfe benötigt, gibt es einige Ressourcen und Schritte, die sie in Betracht ziehen können:
1. Suche nach professioneller Hilfe
Es ist wichtig, professionelle Hilfe von Therapeuten und Ärzten zu suchen, die auf die Rehabilitation von Suchtkranken spezialisiert sind. Sie können eine individualisierte Behandlung entwickeln und den Prozess begleiten.
2. Unterstützung durch Freunde und Familie
Ein starkes soziales Netzwerk kann für den Genesungsprozess von entscheidender Bedeutung sein. Freunde und Familie sollten als liebevolle Unterstützung zur Verfügung stehen und bei der Suche nach geeigneten Rehabilitationseinrichtungen und Therapeuten helfen.
3. Teilnahme an Selbsthilfegruppen
Selbsthilfegruppen wie Narcotics Anonymous (NA) oder Anonyme Alkoholiker (AA) bieten den Erfahrungsaustausch mit Menschen in ähnlichen Situationen. Dies kann zusätzliche Unterstützung und Ermutigung bieten.
4. Gesunde Lebensführung
Der Übergang in ein neues, drogenfreies Leben erfordert auch eine gesunde Lebensführung. Regelmäßige körperliche Aktivität, eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Ruhe und Erholung sind wichtige Faktoren für die Genesung.
5. Geduld und Durchhaltevermögen
Der Prozess der Rehabilitation erfordert Geduld und Durchhaltevermögen. Es ist wichtig, sich bewusst zu machen, dass es Höhen und Tiefen geben wird, aber auch kleine Fortschritte das Selbstvertrauen stärken können.
Der Fall von Peter Doherty zeigt, dass ein neues Leben nach der Sucht möglich ist. Mit der richtigen Unterstützung und dem Willen zur Veränderung können Menschen ihren Weg aus der Drogenhölle finden und neue Leidenschaften entdecken.
<< photo by mr lee >>
Das Bild dient nur zur Veranschaulichung und stellt nicht die tatsächliche Situation dar.
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